Perfektion ist ein Missverständnis

Perfektion⇒ Perfektion ist ein Missverständnis – dieser Gedanke wurde mir heute Morgen klar!


• Was ist perfekt?

Jeder hat eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was perfekt ist. Oder?

Wir haben meist gleich ein Bild im Kopf, eine Person vor Augen oder eine Formel, ein Lied, einen Moment, …
Alles mögliche gibt es in perfekt, meist da, wo wir uns vergleichen:

 

  • Perfekte Figur/Beine/Zähne/Gesichtszüge
  • Perfektes Design/Auto/Aerodynamik
  • Perfekte Symmetrie/Fehlerfreiheit
  • die perfekte Welle 🙂
  • jeder kann hier noch viel ergänzen…
• Doch schauen wir uns diese vermeintliche Perfektion mal genauer an:

Wie oft haben wir die Schönheit gesehen, in Augen, die gerade geweint haben? In großen traurigen Augen?
Und was sehen wir selber bei uns?
Verquollene Augen, verschmiertes Make-up oder rote Nase,…. Nicht perfekt!

• Dieses süße unsichere Lächeln, dass uns so verzaubert?

Ganz sicherlich empfindet der oder diejenige das als vollkommen imperfekt, da Unsicherheit ja nicht perfekt sein kann?

• Dieser Mensch, der für uns perfekt ist, ist dies nicht TROTZ, sondern WEGEN seiner KLEINEN FEHLER.

Sagen wir diesem Menschen das, denkt er: Wie kann ich perfekt sein, ich habe doch so viele Fehler?

Ein Sonnenuntergang – ist er schön, wenn das Wetter „perfekt“ ist? Nein!
Erst wenn Dunst am Horizont ist oder gar Wolken, entfaltet der Sonnenuntergang mit der Lichtbrechung in den Wassertröpfchen seine ganze Farbpracht.

• Gesichter, die vollkommen symmetrisch sind, sind perfekt. – Wirklich?

Aber als besonderer und liebenswerter empfinden wir diejenigen, die eine leichte Asymmetrie haben….
Und absolut symmetrische empfinden wir als schön, doch eher kalt und fast schon langweilig.

Wenn alle Steine gleich sind, sind sie auch langweilig. Und langweilig ist doch auch nicht perfekt????
Es sind die kleinen Fehler und Eigenheiten, die jemanden so liebenswert – und damit perfekt machen.

• Perfektion ist also kein Fakt – sondern Ansichtssache!

Und liegt oft im Auge des Betrachters. Und daher ist ein Missverständnis, wenn wir uns an den „Regeln“ der Perfektion messen. Symmetrie und Vollendung sind nicht immer das Maß der Perfektion.
Manchmal kann genau das Gegenteil der Fall sein.

Witzig 🙂

• AUCH PERFEKTION IST NICHT PERFEKT!!!!!

Natürlich sind diese Schlussfolgerungen nicht perfekt 🙂
Aber es reicht, wenn diese Schlussfolgerung uns mal nachdenken lässt, ob definierte Perfektion wirklich so erstrebenswert ist.
Jemand, der „perfekt“ im Sinne von fehlerfrei ist, schüchtert uns ein und ist nicht so sympathisch wie jemand der Fehler hat.

Unsympathisch und einschüchternd ist wohl auch nicht perfekt?

So können wir uns innerlich hoffentlich ein bisschen frei machen von den einschränkenden Gedanken, mit denen wir uns manchmal so fertig machen.

Denn Perfektion kann schließlich manchmal etwas ganz anderes sein, als wir es gerade denken 🙂    
 

Was sind Deine Erfahrungen? Wo siehst Du imperfekte Perfektion?
Erzähle Deine Erfahrung in den Kommentaren ↓

 

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2 comments for “Perfektion ist ein Missverständnis

  1. Januar 11, 2017 at 10:52 am

    Sehr schöner Artikel der einen sehr zum nachdenken bringt. Ich persönlich war nie ein großer Fan von Perfektion und habe doch immer angestrebt mein bestes zu geben. Man muss sich im endeffekt nur eingestehen, dass Perfektion zumindestens auf das Individuum bezogen eine Illusion ist.

    Lg Scarlet

    • Angela
      Januar 11, 2017 at 11:42 am

      Danke, Scarlet! Sein Bestes geben ist auf jeden Fall wichtig und Dinge so gut wie möglich zu machen auch! Mir geht es eher darum, wo die Perfektionsvorstellung uns einengt, frustriert und manchmal verzweifeln lässt. In diesen Situationen ist wirklich die Frage, ob die Perfektion, die wir anstreben, wirklich existiert.
      Das Erfolgserlebnis, wirklich unser Bestes zu geben oder eben wunderschöne „perfekte“ Momente zu erleben, – egal ob das der wunderschöne Sonnenuntergang, der persönliche Erfolg oder ein Moment mit einem geliebten Menschen ist – das sollten wir natürlich auf jeden Fall in vollen Zügen genießen!!
      Denn Freude ist immer gut 🙂
      Liebe Grüße, Angela

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